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Was bedeutet Fotografie für mich?

 We take photos as a return ticket to a moment
otherwise gone.
[Katie Thurmes, Co-Founder of Artifact Uprising]

Als ich vor einiger Zeit auf einem meiner regelmäßigen Pinterest-Streifzüge über dieses Zitat stolperte, dachte ich mir sofort: Das beschreibt mein Empfinden zur Fotografie in einem einzigen wunderbaren Satz. Deshalb muss ich mir dieses Zitat einfach aus dem unendlichen digitalen Ozean an schönen Gedanken klauen, während ich fragend in mich hinein murmele, warum mir das so nicht eingefallen ist…

Was bedeutet Fotografie für mich?

Zunächst einmal sollte ich die Gebiete der Fotografie abgrenzen, über die ich sprechen möchte. Das sind zum einen die Portrait und Reportage Fotografie, zu denen das Ablichten einzelner Persönlichkeiten und Charaktere, Paare, Familien oder Freunde zählt, das künstlerische Erschaffen einer Szene, als auch das Festhalten einzigartiger emotionaler Momente, wie Hochzeiten und anderer Rituale. Und zum anderen spielt auch die Landschafts- und Reisefotografie eine bedeutsame Rolle für mich.

Fotografie findet auf viele Weisen statt. Für mich verkörpert sie die Liebe zu Emotionen und Momenten, Licht und Schatten, Formen und Farben, zu Klängen und Empfindungen. Wenn ich ein Bild ansehe, fremd oder eigen, tauche in die Szenerie ein, fühle den Wind auf meiner Haut, höre die hölzerne Melodie des Windspiels und spüre die goldene Wärme der untergehenden Sonne in meinen Augen.

In einer digitalen Welt, in der so viele Menschen in der Lage sind, ihre täglichen Erlebnisse in Bildern festzuhalten, entsteht eine wahre Flut an Pixeln, die dann meistens ein einsames Dasein auf vergessenen Festplatten und überfüllten Smartphone-Speichern fristen. Und dennoch ist die Fotografie ein in jeder Form ein bedeutsames, leicht zugängliches, technisch interessantes und ein auf ganz individuelle Weise künstlerisch wertvolles Medium.

Ich denke, wir sollten nur lernen, dass es nicht die Menge an Bildern ist, die die Geschichte erzählt, sondern der perfekt eingefangene Moment, der richtige Augenblick, in dem wir uns entscheiden, den Auslöser zu drücken.
Wenn das Licht einfach magisch in ihrem Haar leuchtet und du jetzt und für immer wissen wirst, dass das hier ein perfekter Moment ist. Wenn die kleine Falte an seiner Wange auftaucht, wenn er lacht, das Glück in ihren Augen leuchtet, wenn sie sich die ewige Liebe und Verbundenheit schwören und die Zufriedenheit auf seinen Zügen liegt, während er auf seinen Spazierstock gestützt weit auf das Meer hinausschaut…

Fotografien bewahren Emotionen

Diese Fotos dokumentieren nicht nur. Sie erzählen unsere Geschichte und es liegen so viel Leben, so viele Gefühle in ihnen – und jedes Mal, wenn wir den Staub von der kleinen Box pusten und das Papier durch unsere Finger gleiten lassen, wenn unser Blick auf dem Monitor ruht, sind wieder dort, in diesem Moment und erinnern uns. An den Klang von Stimmen und das Lachen des Kindes, an die Wärme ihrer Hand auf der deinen, wie sie dich ansieht und dein Herz wild in der Brust pocht, wie die Zuckerwatte geschmeckt hat, während die bunten Lichter des Karussells an dir vorbeiziehen und wie kühl sich die Luft an diesem Morgen auf deine Wangen gelegt hat, als du mit deinem Hund im Wald spazieren gegangen bist und der Raureif unter deinen Schritten knisternd flüsterte.

Es gibt Momente, die werden wir nie vergessen, weil sie sich in unsere Herzen, in unsere Erinnerung gebrannt haben. Andere ziehen unbedacht an uns vorbei und wenn wir mit unseren Freunden zusammen sitzen und daran erinnert werden, lächeln wir und diese Wärme umfängt uns…

Fotografien sind wie ein Buch, ein Stapel, ein Raum oder gar Schloss voller Geschichten. Sie erinnern uns nicht nur an Vergangenes, sie bebildern auch die Erlebnisse, die wir unseren Kindern erzählen, wenn wir ihnen zeigen, wie die Mamas und Papas mal ausgesehen haben, wie auf Tante Inges Geburtstag die Torte auf den Hund gefallen ist (und dieser selbst Schuld daran war). Und sie bleiben, wenn wir nicht mehr sind und tragen unsere Geschichten weiter. Die Kleinen und die Großen, die Lauten und die Leisen.

Zurückblicken, Gefühle tanken, neugierig auf die Zukunft sein

Jeder Tag, jeder Augenblick ist einzigartig und kostbar. Denn wir haben nur dieses eine Leben, nur das Jetzt in dem wir existieren und morgen könnte alles anders sein. Fotos bewahren unsere Vergangenheit und bereichern unsere Gegenwart durch die Emotionen und Gedanken, die sie uns schenken. Und entstehen sie heute, werden sie auch unser Ankerpunkt für die Zukunft, der uns reflektieren lässt, wer wir waren und wer wir nun sind – und wer wir sein wollen.

Es gibt diese besonderen Bilder, die wirklich bedeutsam für uns sind. Sie müssen nicht gestochen scharf oder technisch korrekt ausgeleuchtet, wenn sie doch emotionslos bleiben.
Sie sollen den Moment einfangen, der uns etwas bedeutet. Uns abbilden, wie wir sind und wie wir uns sehen. Sie begleiten unser Leben, tragen unsere Emotionen, halten unsere Erinnerungen fest, verwandeln uns in Superhelden und Märchengestalten, zeigen unser Innerstes, erzählen unsere Geschichten.

Ich fotografiere, um Momente zu sammeln, Geschichten zu erzählen. Um Licht und Schatten, Lachen und Tränen, Schönheit und Stille, Einmaliges und Lustiges für die Ewigkeit festzuhalten. Die Momente, die ich selbst erlebe und die Momente Anderer, die ich bewahren darf.


Wenn du mehr über mich als Person erfahren möchtest, schau doch mal auf meiner Meet Me -Seite vorbei!

Sarah
Portrait- und Hochzeitsfotografin aus Hünfelden bei Limburg an der Lahn.

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