8 Tipps für euer natürliches Paarshooting

„Wir wollen schöne Bilder von uns“ – so oder so ähnlich beginnen viele Anfragen bei mir und meinen Kollegen für ein Paarshooting. Meistens gefolgt von der unsicheren Aussage, dass die Beiden so etwas noch nie gemacht haben und eigentlich keine Ahnung haben, worauf es dabei ankommt und was sie beachten sollten. Ein natürliches Paarshooting, das soll es auf jeden Fall sein – aber, wie funktioniert das eigentlich, wenn man noch nie oder selten vor einer Kamera gestanden hat?

Zunächst einmal: es gibt kein Sollen und kein Müssen. Keinen Plan, den man abarbeiten muss, kein perfektes Outfit, keine beste Location und keine Posen die man vorher vor dem Spiegel einstudieren muss. Es wird nichts von euch erwartet. Alles, was ihr für euer Paarshooting braucht, habt ihr bereits.

Also lasst mich euch hier ein paar der Anregungen und Gedanken mitgeben, die ich auch meinen Paaren ans Herz legen, wenn sie sich entscheiden, ein Paarshooting bei mir zu buchen.

1 – Wählt für euer Paarshooting einen Fotografen, der zu euch und eurem Style passt.

Wir alle haben als Menschen gemeinsam, dass wir unterschiedlich sind – und das ist einfach wundervoll! Es gibt so viele Themen, Farben, Lichtstimmungen und Orte, die uns auf die verschiedensten Weisen inspirieren.

Pick a style – moody und dunkel, boho und hell? Oder doch eine Mischung daraus?

Und jeder von uns sieht die Welt aus einem anderen Blickwinkel. Auch wir als Fotografen und Filmemacher. Die Einen fangen Stimmungen in hellen Bildern ein, die Anderen in dunklen. Manche inszenieren minimalistische Bilder mit Licht und Schatten an den unscheinbarsten Orten in der Stadt, wieder andere sind vor allem in der Natur zu Hause und zaubern euch auch im strömenden Regen ein Lächeln auf eure Gesichter.

Schaut euch unbedingt um, bevor ihr euer Paarshooting bucht. Scrollt durch die Instagram Profile der Fotografen die euch interessieren, schaut euch an, was ihre Paarfotos ausmacht. Erstellt euch vielleicht sogar ein Moodboard auf Pinterest und sammelt alles, was euch wirklich richtig gut gefällt.

Sagen euch eher die warmen oder doch lieber die neutraleren, vielleicht sogar kühlen Farbpaletten zu? Vermitteln sie euch ein Gefühl von Sommer und dem Bohemian Lifestyle, von Klarheit und Minimalismus, von intensiven dunklen Stimmungen oder Abenteuerlust? Wird auf den Bildern viel getanzt und herumgealbert oder genießen die Paare ruhige und stille Momente?

Seht ihr euch selbst in den Bildern des Fotografen?

Wirken die Paarbilder gestellt und steif oder natürlich auf euch? Welche Art von Menschen vermutet ihr hinter den Fotos, eher Extrovertierte oder mehr Introvertierte? Und wie seid ihr selbst? Das mag erst einmal nach einem Haufen analytischer Arbeit klingen – aber keine Panik.

Es geht vielmehr um ein unterbewusstes Gefühl, dass ihr eigentlich sowieso schon habt, wenn ihr euch die Paarshootings der Fotografen anschaut. Und es wird euch in die Richtung lenken die zu euch passt. Hinterfragt, welche und warum euch bestimmte Bilder gefallen und andere wieder nicht.

Über Sympathie, Vertrauen und Respekt

Anschließend ist es super wichtig, den Menschen hinter der Kamera kennenzulernen. Wie ist euer Fotograf so drauf? Findet ihr euch in dem, was er oder sie auf der Website über sich schreibt wieder? Teilt ihr vielleicht sogar gemeinsame Interessen?

Telefoniert oder besser noch, skyped miteinander. Trefft euch eventuell sogar, wenn Zeit und Entfernung es zulassen und ihr euch zumindest über den Bildstil sicher seid, der euch bei diesem Fotografen besonders gut gefällt.

Ist euch dieser Mensch sympathisch? Und möchtet ihr ihm eure Geschichte anvertrauen?

Fragt, wie die Person während dem Shooting arbeitet, um herauszufinden ob ihr am Ende unsicher angeleitet in steifen Posen ausharren, non stop von einem Animateur hinter der Kamera gute Laune um die Ohren geschlagen bekommt während ihr pausenlos total lustige Dinge miteinander machen sollt oder ob euer Fotograf genauso ruhig und entspannt ist, wie ihr euch während eurem Paarshooting fühlen wollt.

Denn wir kennen es alle, nichts fühlt sich unangenehmer an als Zeit und etwas, das einem wirklich wichtig ist, mit einem Menschen zu teilen, mit dem man einfach überhaupt nichts gemeinsam hat, mit dem man irgendwie nicht mal zusammen lachen kann und bei dem man ständig das Gefühl hat, nicht wirklich verstanden zu werden.

Friend for a day – am Ende geht es darum, dass ihr euch wohlfühlt

Ein Paarshooting, vor allem wenn dabei natürliche Bilder entstehen sollen, ist etwas sehr Persönliches. Ihr lasst einen anderen Menschen für einige Zeit an etwas teilhaben, dass ihr sonst nur mit eurem Partner teilt und werdet dann auch noch dabei fotografiert – das kann einen erst mal ganz schön nervös und unsicher machen. Vor allem, wenn man nicht so recht weiß, was man eigentlich machen soll.

Und wenn ihr dann jemanden an eurer Seite habt, der euch beim Paarshooting ein Gefühl der Sicherheit gibt, bei dem ihr euch verstanden und respektiert fühlt und der euch nicht alleine lässt – dann habt ihr einen guten Freund auf Zeit gefunden. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit ihr euch entspannen könnt und damit auch natürliche und echte Bilder entstehen.

 

2 – Kommuniziert offen, wer und wie ihr seid & was ihr euch von eurem Paarshooting wünscht.

Wenn ihr den richtigen Fotografen für euer Paarshooting gefunden habt, erzählt offen wer ihr seid, was euch als Paar und Menschen ausmacht und was ihr euch von euren wünscht. Hierbei geht es nicht um konkrete Bildideen, sondern vielmehr um das, was ihr mit euren Fotos verbinden möchtet.

Erzählt von euch!

Ich frage meine Paare beim Vorgespräch immer danach, wie sie miteinander umgehen wenn sie nur zu zweit sind. Denn schließlich macht ihr diese Fotos nicht für irgendjemanden oder um irgendeiner Idee von „typischen Pärchenbildern“ zu entsprechen – sie sind eure Erinnerungen daran, wer ihr seid und wer ihr einmal wart, wenn ihr darauf zurückblickt. Ich persönlich möchte euch etwas geben, das wirklich von Bedeutung für euch ist.

Persönlichkeiten & echte Emotionen – was am Ende wirklich wichtig ist

Natürlich sollen euch diese Bilder dann auch von euren schönsten Seiten festhalten, ästhetisch sein – aber wirklich bedeutungsvoll sind sie doch nur, wenn sie echte Emotionen zeigen und eure Persönlichkeiten zeigen. Am Ende, wenn ihr gemeinsam darauf zurückblickt, sind es doch gerade die ungekünstelten, die kleinen und unbedachten Momente, die euch noch einmal dieses Lächeln von damals schenken.

Überlegt euch also, ob ihr eher die innigen Typen seid, die gerne eng umschlungen in Stille den Sonnenuntergang genießen, ob ihr spontane und unkonventionelle Bildideen in den Straßen der Stadt kreieren möchtet, weil das voll euren kreativen Geistern entspricht oder ob ihr eigentlich gar nicht so die Menschen für Händchenhalten seid und lieber lässige und entspannte Momente festhalten lassen wollt.

Uns als Fotografen helfen dabei schon einzelne zusammenhanglose Worte, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was euch wichtig ist und was für Menschen ihr seid.

Erzählt uns von euren Hobbies, wie ihr euch kennengelernt habt und was ihr am liebsten zusammen unternehmt. Was schätzt ihr am jeweils anderen und wie würde ein perfekter Tag für euch aussehen? Warum habt ihr euch genau diesen Fotografen mit diesem Bildstil ausgesucht? Wie findet ihr euch darin wieder?

Und ganz wichtig: was passt auf keinen Fall zu euch?

Seid ehrlich mit euch selbst & eurem Fotografen

Auch während dem Shooting könnt ihr offen und ehrlich sein, wenn euch etwas nicht gefällt. Manchmal sind bestimmte Haltungen dann doch unbequem oder ihr merkt, dass es vielleicht auch nur in einer Kleinigkeit in eine Richtung geht, die nicht so ganz zu euch passt – sprecht es aus. Am Ende sollen eure Bilder euch so zeigen, wie ihr seid. Und auch, wenn die Bildidee mit dem Graffiti und den Frachtcontainern am Hafen im Hintergrund vielleicht noch so eindrucksvoll urban und in diesem Licht- und Schattenspiel echt schick ausschaut – wenn das einfach nicht euer Ding ist, ist das nicht euer Ding.

In der Regel bekommt ihr je nach Fotograf den ihr auswählt, auch Bilder in der Art wie ihr sie im jeweiligen Portfolio gesehen habt – vorausgesetzt, ihr seid auch der Typ Mensch für diese Art von Fotos und lasst euch auf die Erfahrungen und kleinen Anleitungen des Fotografen ein, der normalerweise versuchen wird, euch individuell in seinem Bildstil festzuhalten.

 

3 – Verkleidet euch nicht. Sondern tragt, worin ihr euch wohlsten fühlt.

„Was sollen wir nur anziehen?!“ – diese Frage würden wir uns auch erst mal stellen. Schließlich ist ein Paarshooting ja schon ein besonderer Anlass. Aber es ist im Moment auch noch ganz schön frisch draußen. Und wenn wir im Wald sind, was für Schuhe tragen wir dann eigentlich? Und sollen wir uns zwischendurch umziehen, um Abwechslung auf den Bildern zu haben?…

Für die Frage der Kleidung bei eurem Paarshooting kann ich euch vor allem einen Ratschlag geben: tragt, worin ihr euch am wohlsten fühlt.

Ein paar Tipps zu Kleiderwahl

Und um euch direkt einige praktische Gedanken mitzugeben, hier eine konkrete Auflistung an Tipps für die Kleiderwahl:

  • Verkleidet euch nicht. Ihr gönnt euch ein besonderes Erlebnis, aber es geht immer noch darum, euch so festzuhalten, wie ihr wirklich seid.
  • Passt euch dem Wetter an und tragt festes Schuhwerk, wenn ihr bei Wind und Wetter draußen unterwegs seid. PS: die Schuhe sind nach meiner Erfahrung und je nach Location in den wenigsten Fällen später auf den Bildern zu sehen.
  • Verzichtet auf Wechsel-Outfits. Das nimmt euch nur Zeit weg, ihr müsst ständig daran denken und könnt euch nicht entspannen und alles was ihr mitbringt, müsst ihr auch während dem Shooting mit euch herumschleppen, sicher abstellen, im Auge behalten und so weiter. Macht es euch lieber einfach, damit ihr euch ganz auf euer Paarshooting einlassen könnt.
  • Tragt stattdessen lieber unterschiedliche Layer. Das wappnet euch für verschiedene Wettersituationen und macht eure Bilder durch die verschiedenen Strukturen noch mal interessanter!
  • Kombiniert Kleidungsstücke mit verschiedenen Texturen. Strick und Jeans, Leder und Samt, Spitze, fein und grob Gewebtes.
  • Bitte tragt nicht beide dasselbe. Blue Jeans und weiße Shirts gehören definitiv nicht in ein natürliches Paarshooting.
  • Setzt Akzente, aber übertreibt es nicht mit zu vielen Mustern und Farben. Es sei denn, das ist genau euer Ding.
  • Neutrale Töne (schwarz, weiß, grau, dunkelblau) und gedeckte unaufgeregte Farben (beige, nude, mattes grün und blau sowie dunkelrot) gehen immer und wirken harmonisch.
  • Schick ist, was euch gefällt. Ob das die ausgefransten Chucks, die abgegriffene Lederjacke oder die Lieblingsmütze sind – das seid einfach ihr.

Welches Gefühl vermittelt euch die Kleidung der Paare auf euren Inspirationsbildern?

Zur Inspiration: welche Kleidung tragen die Paare auf den Bildern, die euch so gut gefallen? Und gefallen sie euch vielleicht deswegen so gut, weil die verblasste Jeansjacke und die alten Boots euch dieses besondere Vintage-Gefühl geben? Fühlt ihr den Sommer-Vibe durch die kräftig leuchtenden Farben? Oder strahlen die Paarfotos die einfach eure sein könnten diese tiefe Ruhe aus, weil alles unaufdringlich und in gedeckten Tönen gewählt wurde?

Kleidung ist definitiv nicht alles und wenn ihr mit euren Lieblingsklamotten kommt, werden das auch einfach eure Bilder. Aber trotzdem kann es sich lohnen, einen Moment darüber nachzudenken, welche Wirkung es hat, ob man ein sportliches Shirt, die grell pinke Outdoor Allwetterjacke oder einen lässigen Lagenlook aus dem Kleiderschrank greift.

 

4 – Die Wahl der Location für euer Paarshooting

Wald, Feld, See, Burg, Stadt, Parkhausdach, Berge, Meer, Stadtpark, alte Industrieanlage, Café oder bei euch zu Hause – es gibt unendlich viele Möglichkeiten und selbst am unscheinbarsten Ort kann man die wunderschönsten Fotos machen.

Orte mit besonderer Bedeutung für euch

Auch ein sehr spezieller Ort mit einer ganz persönlichen Bedeutung für euch und eure Beziehung kann zur Location für euer Paarshooting werden. Die Parkbank oben am Waldrand, der Jahrmarkt auf dem ihr euer erstes Date hattet, die Konzerthalle in der ihr euch das erste Mal geküsst habt, die Felder in denen ihr immer spazieren geht oder die Straße in der eure erste gemeinsame Wohnung war.

Urban oder doch eher in der Natur?

Und auch bei der Locationwahl gilt: es muss zu euch passen. Und selbst wenn ihr noch keine konkrete Vorstellung habt, könnt ihr uns Fotografen mit kurzen Beschreibungen, welche Ästhetik euch ansonsten gut gefällt, einen Eindruck geben was zu euch passen könnte.

Urban, schick, rustikal, in der Natur, etwas mit Geschichte, am Wasser – wo seht ihr euch in euren Bildern? Und verliert euch nicht zu sehr in dem Gedanken, dass die Location ausschlaggebend für gute Bilder ist. Besonders solltet ihr daran denken, dass beispielsweise ein Shooting direkt an einer Burg oder Skyline nicht auch unbedingt automatisch bedeutet, dass die Szenerie komplett auf den Bildern zu sehen sein wird.

Intim, persönlich, einzigartig – Homestories

Immer passend und mit einer ganz besonders persönlichen und intimen Atmosphäre sind Homestories. Hier werdet ihr bei euch zu Hause fotografiert, an dem Ort, an dem ihr euch am wohlsten fühlt und der regelrecht atmet wer und wie ihr seid.

Wenn es an die Auswahl einer Location für euer Paarshooting geht, kann ich euch die Erfahrung mitgeben, euch mit Wahl nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Besonders, wenn euch eigentlich ganz viele und vielleicht sogar unterschiedliche Orte gefallen würden.

Jährliche Paarshootings als neue gemeinsame Tradition

Wenn ihr euch am liebsten gar nicht entscheiden möchtet, könnt ihr doch stattdessen daraus eine neue gemeinsame Tradition machen und all die besonderen Orte und coolen Location in jährlichen Paarshootings besuchen. So habt ihr immer neue und abwechslungsreiche Erinnerungen, könnt euren facettenreichen Persönlichkeiten und Interessen nachkommen und habt jedes Mal ein besonderes neues Erlebnis.

 

5 – Bitte vergesst das Posing.

Wenn natürliche und echte Paarfotos das sind was ihr euch wünscht, müsst ihr weder gezwungen in die Kamera grinsen noch euch in gestellte Posen drängen lassen. Auch, wenn ihr noch nie ein Paarshooting erlebt habt und unsicher seid, was auf euch zukommt – sobald ihr einen Fotografen an eurer Seite habt dem ihr vertraut, könnt ihr euch einfach fallen lassen.

Wir wissen am besten wo wir euch hinstellen, damit euch dieses verdammt schöne Abendlicht so unvergesslich umgibt, wie und wo ihr euch hinsetzen könnt und einfach gut dabei ausseht und wohin ihr zusammen spazieren könnt, um Bewegung in die Sache zu bringen.

Alles, was ihr tun müsst ist, ihr selbst zu sein

Erinnert ihr euch, wie ich am Anfang gesagt habe, dass ihr alles Nötige für euer Paarshooting schon mitbringt? So ist es nicht nur mit der Kleidung oder der Auswahl der Location. Umarmt euch wie ihr euch auch im Alltag umarmt, haltet einander die Hände, umspielt die Finger des Anderen, fahrt eurem Liebsten oder eurer Liebsten durch die Haare, schaut euch gemeinsam die Umgebung an, überlagert euch wie daheim auf der Couch.

Vertraut eurem Fotografen das zu sehen, was ihr nicht sehen könnt

Als eure Fotografin achte ich bei eurem Paarshooting immer darauf, genau die Perspektiven und Winkel auszuwählen, die euch schmeicheln und euch so zeigen, wie ihr euch auf den Bildern gerne sehen möchtet. Ich persönlich lasse euch niemals alleine vor der Kamera, auch dann nicht, wenn ich euch Raum für euch gebe. In ruhigen Momenten gibt es hier und da kleine Anweisungen, um zum Beispiel das berühmte Doppelkinn zu vermeiden, eure Körperhaltung ein bisschen anzupassen oder auch mal zu verkrampfte Finger zu entwirren – schließlich bin ich diejenige, die das Ergebnis bereits sehen kann und ich möchte sichergehen, dass ihr euch um nichts kümmern müsst und trotzdem vollkommen natürlich ihr selbst sein könnt.

Ganz entspannt und frei nach dem Motto „Direct, don‘t pose“. Und genau daran könnt ihr euch auch orientieren, falls ihr demnächst zusammen vor der Kamera steht. Lasst euch von euren Emotionen leiten, anstelle an steifen vorgegeben Posen festzuhalten!

 

6 – Bleibt in Bewegung.

Unabhängig davon, ob ihr eher ruhig und introvertiert seid (wie wir) oder ihr direkt lachend in die Wellen stürmt – Bewegung hilft euch, euch natürlich und entspannt zu fühlen. Es muss nicht immer gleich tanzen, Huckepack oder rennen sein.

Es sind die kleinen, kontinuierlichen Bewegungen

Auch, wenn ihr gerade ganz entspannt auf einem Felsen im Sonnenuntergang sitzt oder auf dem Boden vor der Couch bei euch daheim: bewegt euch. Ändert eure Position, berührt einander, lasst die Bewegungen fließen und haltet nicht so lange starr in einer „Pose“ inne, bis es sich merkwürdig anfühlt.

Natürlich sind wir Fotografen euch besonders dankbar, wenn ihr euch dabei ein bisschen Zeit lasst und euch etwas langsamer bewegt, als ihr es sonst tun würdet – aber ihr habt ja in eurem Paarshooting auch Zeit, den Augenblick zu genießen.

Bewegung jeder Art sorgt dafür, dass eure Bilder am Ende natürlicher aussehen und außerdem fühlt sich das ganze vor der Kamera auch gleich viel entspannter an.

 

7 – Schaut euch an. Ganz bewusst.

Wann habt ihr euch das letzte Mal lange und intensiv in die Augen geschaut? In Stille, ohne ein Wort miteinander zu sprechen?…

Euer Paarshooting ist eine Zeit, die ganz allein euch gehört. Nutzt diese Zeit nicht nur daran zu denken,  dass ihr am Ende Bilder von euch bekommen werdet. Denn nicht nur diese Fotos sind eure Erinnerung, sondern auch die Zeit in der sie entstanden sind. Genießt diese besonderen Momente, fühlt sie, sodass euch eure Paarbilder danach daran erinnern werden.

 

8 – Genießt diese Zeit, die nur euch gehört.

Reden wir zum Schluss noch einmal kurz darüber, warum ihr das eigentlich macht. Ihr möchtet schöne Erinnerungen an und für euch. Festhalten lassen, wie und wer ihr seid. Von jemandem, der eure Bildsprache spricht, Momente eures Lebens so bewahren lassen, wie ihr sie erlebt.

Es geht um die Bilder, die ihr am Ende bekommt. Aber nicht nur darum.

Genießt das Erlebnis, nicht nur das Ergebnis

Ihr investiert nicht nur eure Zeit, sondern auch euer Geld; ihr öffnet eure Herzen einem anderen Menschen und möchtet einen kleinen Teil eures gemeinsamen Lebens einfangen lassen. Und auch, wenn es sich erst einmal merkwürdig und ungewohnt anfühlt, wenn ihr vielleicht anfangs unsicher seid und nicht so recht wisst, was ihr da macht – genießt es.

Erlaubt euch, kurz innezuhalten, die Augen zu schließen, tief einzuatmen und diese ein, zwei Stunden nur euch beiden gehören zu lassen. In diesem Moment geht es schließlich nur um euch. Es ist ein kleiner Urlaub, ein entspannender stiller Moment abseits vom Alltag, ein kleines Abenteuer für zwischendurch.

Es geht nicht nur darum, etwas Bestehendes festzuhalten. Gerade jetzt in diesem Moment während eurem Paarshooting erschafft ihr auch neue Erinnerungen. Lebt diese Zeit.

 


 

Sarah
Dokumentarische Hochzeitsfotografin aus Limburg an der Lahn, Hessen.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.